Ein anderes Wort für:
Kapitalismus?
“Radikalenfalle” (Ian Banks, Der Algebraist, München 2006, S.264).
Kapitalismus?
“Radikalenfalle” (Ian Banks, Der Algebraist, München 2006, S.264).
Film “Press for Truth”, 84 Minuten
Eine schicke kleine virtuelle Geographie dieser Webseite bloß zum Angucken…

schreibt in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 2.7.2006 Michael Ashelm auf S.13 und zitiert damit Oliver Bierhoff, der das in einem Interview (”auf der nächsten Seite”) gesagt habe. Dieses Interview ist überschrieben:
“Die Welt hat wieder Respekt vor uns.”Und was hat Bierhoff dort gesagt:
“Die Fußball-Welt hat wieder Angst und Respekt vor uns.”
Es kommt nicht so darauf an. Wir verstehn uns.
Eben schlage ich ein Buch auf und was lese ich da?
“Vorwort
Die vorliegende Erörterung hat komplexe Entstehungs- und Verwendungszusammenhänge. (more…)
Axel Lochner (Hamburg) hat einen nüchternen und gelassenen Text geschrieben, der sich bemüht, die aktuellen Keifereien zu konterkarieren: Appell zur Gelassenheit: Zum aktuellen Streit in der Linken.
Angesichts der zunehmenden Menge von failed states darf das Projekt des pneumatischen Parlaments nicht in Vergessenheit geraten:
“The Pneumatic Parliament ist ein schnell installierbares, transparentes, aufblasbares Parlamentsgebäude, das im Gelände abgeworfen werden kann und sich dann selbst entfaltet. Innerhalb von eineinhalb Stunden lässt sich die schützende Hülle für parlamentarische Versammlungen herstellen.”
Einer jener Begriffszusammenhänge, die Michael Hardt und Antonio Negri in ihrem Band Empire entwickelten und der besonders rascher Ablehnung anheim fiel, war der Bezug auf das affektive Kapital. Im Unterschied zu anderen Kategorien des Bandes wurde er ignoriert. Ein wesentlicher und nachvollziehbarer Grund lag sicherlich darin, dass die Autoren die Problematik dieses Begriffs beiseite legten, die natürlich (ähnlich wie bei den Bourdieu`schen Kapitalkategorien u.v.m.) darin bestand, dass sie in der Tradition der frühen klassischen bürgerlichen Ökonomie Kapital auf eine Ressource unter vielen reduzierte und mit der Marx`schen Bestimmung von Kapital als gesellschaftlichem Verhältnis eine Absage erteilte. (more…)
Arte brachte Hollywood und Holocaust. Der Abspann vor der schreienden Bewerbung für das nächste Arte-produkt (”Mozart-Superstar”) zählte ein eine dreistellige Zahl mitwirkender Institutionen der H+H-Industrie auf. Eine riesige Apparatur des Erinnerns und der Assimilation. Krass der Auszug aus einer TV-Surprise-Talk-Show einer Auschwitz-Überlebenden (”Und hier: direkt aus dem Lager! Ihre Freundin aus der Gaskammer!! (rauschender Beifall)” oder so ähnlich.
Fast alle dort erwähnten Filme habe ich in den letzten paar Jahrzehnten gesehen, von den frühen Verdrängungsstreifen à la Anne Frank bis hin zu den fleischfarbenen Massenmassakern Wouk`s. Viele haben mich beeindruckt. Einfach gesagt: sie sind Bausteine einer Überzeugung in Sachen Faschismus und Antisemitismus gwesen. In den letzten drei Jahren habe ich an keinen einzigen dieser Filme gedacht.